Alles über Hanfsamen

Was sind Hanfsamen?


Bei Hanfsamen handelt es sich um die einzelnen Samen der Hanfpflanze. Die Samen wird unter die Kategorie Nusssorte gesteckt. Deshalb besitzen die Samen einen leicht nussigen Geschmack. Sie sind sehr vielseitig und könne somit mit fast jedem Gericht kombiniert werden.

Hanfsamen sind die Grundzutat für Hanfsamenöl und Hanf-Proteinpulver. Durch das auspressen der Samen entsteht ein Öl und eine Masse. Bei diesem Öl handelt es sich um das Hanfsamenöl. Mit Hilfe der Masse kann man das Hanf-Proteinpulver herstellen.  Dieses Pulver ist zudem noch sehr reich an Eiweiß.

Zudem ist es sehr wissenswert, dass Hanfsamenöl und Hanf-Proteinpulver reich an essentiellen Säuren sind. Das heißt Hanfsamenöl ist reich an Fettsäuren und Hanf-Proteinpulver an Aminosäuren.

Alle Produkte die durch Hanfsamen hergestellt werden und die Hanfsamen selbst, gelten weltweit als “Superfood”.

Können Hanfsamen high machen?

Das tolle an Hanfsamen ist, dass sie aus Pflanzen stammen, aus welchen das berauschen Mittel THC so gut wie vollständig herausgezüchtet ist. Das bedeutet, dass die Hanfsamen keine berauschende Wirkung haben. Deshalb kann jeder erleichtert sein und diese köstlichen Samen zu seinem Speiseplan hinzufügen.

Wie bereitet man Hanfsamen zu?

HanfsamenEmpfehlenswert ist es, die Samen zu Back- und Teigwaren hinzu zugeben. Durch den nussigen Geschmack machen sich die Samen sehr gut auf Salaten. Ergänzend zu einem gesunden Joghurt oder einem Müsli sind die Hanfsamen ebenfalls geeignet. Durch den Geschmack der Samen passen sie zu vielen Gerichten und geben diesen nochmal einen einzigartigen Geschmack.

Die Hanfsamen kann man sowohl ungeschält wie auch geschält verzehren.

Jedoch sollten sie bedenken, dass die Hanfsamen einen hohen Fettgehalt besitzen. Hier handelt es sich zwar um gesunde Fettsäuren, jedoch ist eine große Menge zu verzehren nicht empfehlenswert. Dementsprechend entspricht 100 g Hanfsamen 400kcal.

Müssen Allergiker bei Hanfsamen aufpassen?

Die Samen sind Glutenfrei und enthalten auch keine Laktose. Somit können Allergiker diese leckeren Samen beruhigt zu sich nehmen. Bis heute sind noch keine allergischen Reaktionen zu den Samen aufgetreten.

Wo sind Hanfsamen zu erhalten?

So wie fast jedes Produkt heutzutage können sie die Hanfsamen im Internet bestellen. Jedoch bieten auch diverse Lebensmittelketten dieses Produkt an. Da es sich hier um ein natürliches Produkt hält, verkaufen viele Bio-Supermärkte die Samen.

Die Preise für diese winzigen Samen sind jedoch sehr happig. Sie können damit rechnen für eine Packung mit einem Inhalt von 100g ca. zwei Euro zu bezahlen.

Rezepte mit Hanfsamen

Pesto mit Hanfsamen (VEGAN)

Zutaten:

  • 3 Tassen Basilikum – frischen Basilikum
  • 50g Hanfsamen
  • 50g ml Walnüsse
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel mit Zitronensaft
  • 50ml Hanfsamenöl oder natives Ölivenöl
  • 100g Salz

Die Zubereitung dieses Pestos ist sehr leicht. Sie müssen lediglich alle Zutaten in einen großen Mixer geben und pürieren. Je nachdem wie flüssig oder fest Sie ihr Pesto bevorzugen, fügen Sie mehr oder weniger Öl hinzu. Dasselbe gilt bei dem Geschmack des Pestos. Fügen Sie je nach Bedarf mehr oder weniger Salz hinzu. Empfehlenswert ist es eine Prise Pfeffer hinzufügen.

Das Pesto können Sie mit vielen Speisen kombinieren (z.B. Pizza, Nudeln, Brot,…)

Hanfmilch

Zutaten:

  • 200g geschälte Hanfsamen
  • 800-1000 ml Wasser
  • Süßstoff (z.B. Honig, Stevia, Ahornsirup oder Agavendicksaft)

Vermixen Sie die geschälten Hanfsamen und das Wasser in einem Mixer. Falls Sie die Konsistenz der Milch flüssiger oder fester möchten, fügen sie je nachdem mehr oder weniger Wasser hinzu. Nachdem Sie die Zutaten gemixt haben, könne Sie im Anschluss einen Süßstoff Ihrer Wahl hinzugeben. Um den Geschmack der Milch zu verstärken können Sie eine Prise Salz hinzugeben. Die Milch hält in einem verschlossenen Glas, welches kühl gelagert wird, bis zu drei Tagen.

Falls sie keine geschälten Samen besitzen, können sie auch ungeschälte verwenden. Diese müssen sie jedoch vor dem zubereiten der Milch schälen.

Poridge mit Hanfsamen

Zutaten:

  • 200ml Mandelmilch
  • 20 g geschälte Hanfsamen
  • 1 Esslöffel Leinsamen
  • 1 Esslöffel Mandelmus
  • Zimt

Füllen Sie die Mandelmilch in einen Topf und erwärmen Sie diese langsam auf einer Herdplatte. Rühren sie unter die Mandelmilch nun die Hanf- und Leinsamen. Vermengen Sie die Mischung solange, bis eine leicht klebrige Masse entsteht. Geben Sie die Masse in eine Schüssel und fügen dort noch das Mandelmus und eine Prise Zimt hinzu.

Allgemeine Informationen zu Hanf

Hanf im Gegensatz zu Baumwolle

Auf einer jährlichen Basis, ein Hektar Hanf wird so viel Faser wie zwei bis drei Hektar Baumwolle produzieren. Hanffaser ist stärker und weicher als Baumwolle, hält doppelt so lange wie Baumwolle und wird nicht schimmeln.

 

Baumwolle wächst nur in gemäßigten Klimazonen und benötigt mehr Wasser als Hanf; aber es ist frostbeständig, benötigt nur geringe Mengen an Wasser und wächst in allen 50 der Vereinigten Staaten.  Hanf benötigt keine Pestizide, keine Herbizide und nur geringe Mengen an Dünger.

 

Auf einer jährlichen Basis wird 1 Hektar Hanf so viel Papier produzieren wie zwei bis vier Hektar Bäume. Aus ihm können alle Arten von Papierprodukten hergestellt werden.

 

Die Qualität des Hanfpapiers ist besser als die des Baumpapiers. Hanfpapier hält hunderte von Jahren ohne Abbau, kann viel öfter recycelt werden als baumbasiertes Papier und benötigt bei der Herstellung weniger giftige Chemikalien als Papier aus Bäumen.

Anwendungsbereiche des Hanfs

Es kann zur Herstellung von Faserplatten verwendet werden, die stärker und leichter als Holz sind. Der Ersatz von Hanffaserplatten durch Holz würde die Notwendigkeit, unsere Wälder zu fällen, weiter verringern.

 

Hanf ist im Gegensatz zu Bäumen nach 120 Tagen erntereif. Es kann auf den meisten für die Landwirtschaft geeigneten Flächen wachsen, während Wälder und Baumfarmen große Flächen an wenigen Standorten benötigen. Zudem würde die Ernte von Hanf anstelle von Bäumen die Erosion durch Abholzung verhindern und damit den Verlust von Oberboden und die Wasserverschmutzung durch Bodenabfluss verringern.

Hanfsamen

Hanfsamen enthalten ein Protein, das nahrhafter Hanfund wirtschaftlicher zu produzieren ist als Sojaprotein.  Sie sind nicht berauschend. Sie können damit beispielsweise Tofu, Gemüseburger, Butter, Käse, Salatöl, Eis, Milch, etc. zubereiten. Zudem können sie auch zu einem nahrhaften Mehl gemahlen werden.  Damit kann man sehr gut Brote, Kekse und andere Backwaren zubereiten. 

Hanfsamenöl

Zur Herstellung von ungiftigem Dieselkraftstoff, Farbe, Lack, Waschmittel, Tinte und Schmieröl kann Hanfsamenöl verwendet werden. Zudem können die Samen bis zur Hälfte des Gewichts einer reifen Hanfpflanze ausmachen, ist es eine lebensfähige Quelle für diese Produkte.

 

Genauso wie Mais in sauber verbrennenden Ethanol-Kraftstoff umgewandelt werden kann, kann auch Hanf. Da Hanf mehr Biomasse produziert als jede andere Pflanzenart. Deshalb hat Hanf ein großes Potenzial, eine wichtige Quelle für Ethanolkraftstoff zu werden.

Hanf in den USA

Buchstäblich Millionen von wilden Hanfpflanzen wachsen derzeit in den USA. Wegen seines niedrigen THC-Gehalts hat Wilderhanf keine Drogeneigenschaft. Dieser wird für industriellen Gebrauch angebaut. Jedoch hat das US-Marihuana-Gesetze verhindert, dass Landwirte die gleiche Hanfpflanze anbauen, die sich in der Natur millionenfach vermehrt.

 

Von 1776 bis 1937 war Hanf eine wichtige amerikanische Kulturpflanze und Textilien aus Hanf waren weit verbreitet. Doch das American Textile Museum, das Smithsonian Institute und die meisten amerikanischen Geschichtsbücher enthalten keine Erwähnung von ihm. Der Drogenkrieg der Regierung hat eine Atmosphäre der Selbstzensur geschaffen. Hier wird das positive Sprechen von Hanf als politisch falsch oder tabu angesehen wird.

 

Die Präsidenten der Vereinigten Staaten George Washington und Thomas Jefferson bauten Hanf an. Zudem verwendeten sie Hanfprodukte und lobten die Hanfpflanze in einigen ihrer Schriften.

 

Keine andere natürliche Ressource bietet das Potenzial wie die des Hanfs. Cannabishanf ist in der Lage, erhebliche Mengen an Papier, Textilien, Baumaterialien, Lebensmitteln, Medizin, Farbe, Waschmittel, Lack, Öl, Tinte und Kraftstoff zu produzieren. Im Gegensatz zu anderen Kulturen kann es in den meisten Klimazonen und auf den meisten Ackerflächen der Welt mit mäßigem Wasser- und Düngemittelbedarf. Cannabishanf (auch bekannt als Indischerhanf) hat ein enormes Potenzial, eine wichtige natürliche Ressource zu werden, die sowohl der Wirtschaft als auch der Umwelt zugute kommen kann.