Medizinisches Hanf

Definition

Hanf ist eine Pflanze aus deren Bestandteilen Fasern und Marihuana hergestellt werden kann. Wenn man von Hanf redet, denken die meisten Menschen nur an Drogen. Doch die Hanfpflanze hat mehr zu bieten, als nur einen Highmachenden Stoff.

Es hilft bei verschiedenen Beschwerden. Hanf kann diesen entgegenwirken.

Wer behauptet, dass Hanf ein Allheilmittel ist, ist wahrscheinlich relativ unseriös, oder hat sich nicht genug mit dem Thema auseinandergesetzt. Hanf ist natürlich kein Wundermittel, jedoch kann es bei einigen Krankheiten einen positiven Effekt bezwecken.

Hanf bei Übelkeit und Erbrechen

Bei einer Krebschemotherapie ist eine der häufigsten Nebenwirkungen Übelkeit und Erbrechen.

Spastik/Multiple Sklerose

Aufgrund vieler Studien wurde festgestellt, dass Cannabis eine gute Beeinflussung auf die spinale Spastik.

Schlafstörungen

Da Cannabis eine erweiternde Wirkung auf die Arterien hat, wird dadurch der Blutdruck gesenkt und die Körpertemperatur verringert. Durch diesen Effekt ist der Körper ruhiger und entspannter. Während die üblichen, legalen Medikamente als Schlafmittel doch gefährlich werden können, und den Körper sozusagen erschlaffen lassen, bekommt man bei Hanf nur ein Müdigkeitsgefühl, und der Körper wird langsam müde. Auch die Nachwirkung ist bei Cannabis angenehmer als bei so manch anderen Medikamenten.

Epilepsie

Bei einer Studie mit Tierversuchen wurden antiepileptische Effekte von einigen Cannabinoiden nachgewiesen. Die Wirkung davon wurde durch das THC verstärkt. Nach einem Anfall kann Hanf außerdem noch auftretende mentale Traumata verhindern, bzw. mildern.

Autoimmunerkrankungen und Entzündungen

Bei einer gewissen Anzahl von Schmerzsyndromen die entzündlich sind wirken Cannabisprodukte schmerzlindernd und entzündungshemmend. Aber auch bei Allergien wurden bereits laut einigen Berichten positive Effekte festgestellt.

Chronische Schmerzen

Dieser Bereich ist am besten erforscht. Nach einigen Studien zufolge wirkt Cannabis bei den Krankheiten, bei denen herkömmliche Medikamente nicht mehr anschlagen.

Glaukom

Seit einer Studie aus dem Jahr 1998 ist bewiesen, dass Cannabis bei einem Glaukom – auch “Grüner Star” genannt – helfen kann. Bei einem Glaukom wird der Sehnerv gestört, der Wirkstoff THC der in Cannabis enthalten ist, senkt den Augeninnendruck, und kann somit der Sehstörung entgegenwirken.

Asthma

Das Rauchen von Cannabis hilft laut Studien über 80% der Asthmatiker. Die Lebenserwartung kann somit um 2-4 Jahre verlängert werden.

Nebenwirkungen von medizinischem Hanf

Wer das Cannabis raucht, kann wie beim normalen Rauchen seine Atemwege schädigen. Weitere Nebenwirkungen sind auch Müdigkeit, Mundtrockenheit, Angstzustände und eine erhöhte Herzfrequenz.

Außerdem hat auch medizinisches Hanf ein Suchtpotenzial.

Verschiedene Formen von medizinischem Hanf

Cannabis wird zum Beispiel in Form eines Mundsprays verschrieben, wie beispielsweise bei Multipler Sklerose.

Kapseln werden meist zur Linderung krankheitsbedingter Übelkeit wie bei Krebs beispielsweise angewendet.

Aber auch die Cannabisblüten können in Form von Tee, als Essen oder geraucht werden.