10 Fakten über Cannabis Konsum und Schlaf

10 Fakten über Cannabiskonsum und Schlaf

Cannabis kann eine große Hilfe beim Schlafen sein, weshalb viele am Bett sogar ihre Lieblingssorte haben. Selbst Menschen mit hartnäckigen Schlafstörungen können mit einer sedierenden, entspannenden Dosis Indica endlich Schlaf finden. Während die meisten Konsumenten zwar wissen, dass Cannabis beim Einschlafen helfen kann, so sind doch viele weitere interessante Details weitgehend unbekannt. Wussten Sie beispielsweise, dass älteres getrocknetes Cannabis schläfriger macht als frische Knospen? Und wussten Sie, dass Marihuana Träume hemmt?

Hier lernen Sie in zehn Fakten, wann Cannabis beim Schlafen hilft und wann es eher hinderlich ist.

1. CBD und THC beeinflussen den Schlaf unterschiedlich

Inzwischen wissen Sie wahrscheinlich, dass es verschiedene Arten von Stämmen gibt: Einige machen Sie energiegeladen, aktiv und fröhlich (High-THC, Low-CBD), andere bewirken das Gegenteil (High-CBD, Low-THC) und andere beschränken den Effekt auf ein Minimum (gleiche oder nahezu gleiche Teile THC und CBD). Es lohnt sich zunächst darauf hinzuweisen, dass die meisten Schlafstudien – ebenso wie die folgenden Fakten – für Sorten mit hohem THC-Gehalt gelten, da CBD-Sorten in einigen Gebieten der USA wesentlich schwerer (wenn nicht unmöglich) zu finden sind.

Welchen Effekt haben High-CBD-Stämme auf den Schlaf? Eine Studie aus dem Jahr 2006 testete die Auswirkungen von CBD an Tieren sowohl bei Licht als auch bei im Dunkeln und stellte fest, dass diese nicht-berauschende Cannabisverbindung die Wachsamkeit bei eingeschaltetem Licht erhöhte und keine erkennbaren Auswirkungen auf den Schlaf hatte. Die Autoren der Studie folgerten, dass CBD möglicherweise therapeutisch einsetzbar sein kann für diejenigen mit Schläfrigkeit oder übermäßiger Tagesschläfrigkeit (z.B. resultierend aus einer schlaflosen Nacht).

2. Indica-Sorten neigen dazu, bessere Schlafmittel zu sein

In der Volksmeinung wird behauptet, dass Indica-Sorten zu schwereren, schläfrigen Effekten führen, während Sativas dafür bekannt sind, belebend zu sein, sogar energetisierend. Obwohl chemische und DNA-Tests noch nicht genau zeigen, warum Indicas normalerweise bessere Schlafhilfen sind, gehen manche Theorien davon aus, dass dies mit dem Gehalt an Terpenen zusammenhängt – das sind die aromatischen Verbindungen, die zum individuellen Charakter jeder Sorte beitragen. Mit anderen Worten, Indicas können mehr der entspannenden, sedierenden Terpene als ihre Sativa-Verwandten enthalten.

3. Alter Cannabis macht Sie schläfriger

Wenn THC im Laufe der Zeit abgebaut wird, wandelt es sich in eine sedierende Chemikalie um, die als Cannabinol oder CBN bekannt ist. Diese Cannabis-Verbindung ist fünfmal wirksamer als THC. Cannabis mit etwa 20% THCA sollte über drei Jahre trocken und warm, beispielsweise in der Garage, gelagert werden, um optimal für besseren Schlaf sorgen zu können.

4. Natürliche Heilmittel unterstützen die sedierende Wirkung von Cannabis

In Kombination mit anderen natürlichen Schlafmitteln kann Cannabis zu einer noch erholsameren Nacht beitragen. Kräuter, Hopfen, Kamille und Lavendel eignen sich besonders gut. Daher können Sie mit einem Kamillentee oder einem Lavendelbad die beruhigende Wirkung von Cannabis noch verstärken.

5. Cannabis kann helfen, schneller einzuschlafen

Besonders bei Menschen, die unter Schmerzen, Schlaflosigkeit, PTBS oder Multipler Sklerose leiden, kann Cannabis abends das Einschlafen erleichtern.

6. Nächtlicher Cannabiskonsum kann einen Kater verursachen

Cannabis kann einen leichten Kater verursachen – zwar nicht so schlimm wie nach starken Alkoholkonsum, aber Sie fühlen sich vielleicht etwas benebelt, dehydriert, oder haben trockene Augen. Am besten ist diese Nebenwirkung dadurch zu vermeiden, dass Sie getestetes Cannabis kaufen, viel Wasser trinken, gesunde Lebensmittel zu sich nehmen und nicht zu viel essen.

7. Cannabis hemmt REM-Schlaf und Träume

Eine Sache, die Sie vermissen, wenn Sie regelmäßig Cannabis konsumieren, sind Träume. Träume treten während des letzten Stadiums Ihres Schlafzyklus auf, genannt REM-Schlaf (rapid eye movement. Cannabiskonsum vor dem Zubettgehen verringert nachweislich die Zeit in REM, was bedeutet, dass Sie weniger träumen werden.

8. Cannabis kann für eine bessere Atmung sorgen

Schlafapnoe ist ein Schlafzustand, der durch häufige Atemaussetzer gekennzeichnet ist, die von einigen Sekunden bis zu einigen Minuten dauern können. Die Schlafapnoe führt dazu, dass man im Laufe der Nacht häufig aufwacht und zudem zu vielen unangenehmen Nebeneffekten wie Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Unaufmerksamkeit.

Präklinische Studien zeigen, dass Cannabis diesen Zustand verbessern kann. Eine Studie von 2013 maß die Wirksamkeit eines exogenen Cannabinoids, bekannt als Dronabinol (eine THC-Nachahmung), und beobachtete Verbesserungen bei 15 von 17 Studienteilnehmern nach 21 Behandlungstagen. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2002 beobachtete die Fähigkeit von THC, die Atmungsstabilität durch Modulation der Serotonin-Signalgebung wiederherzustellen.

9. Die Unterbrechung der Langzeitnutzung kann den Schlaf verschlechtern

Wenn Sie nach längerem Cannabiskonsum aufhören oder eine Toleranzpause einlegen, sind Sie wahrscheinlich mit diesem Phänomen vertraut. Eine Schlafstudie aus dem Jahr 2008 ergab, dass das Absetzen der Langzeitanwendung zu kürzeren Schlafzeiten, längerem Schlafbeginn, kürzeren REM-Zyklen und mehr Schlafstörungen bei abstinenten Probanden führte als die drogenfreie Kontrollgruppe. Die Forscher erkennen jedoch an, dass diese Ergebnisse durch eine geringe Stichprobengröße und die Unfähigkeit, die Ursache zu bestimmen, begrenzt sind.

10. Die Verwendung von Cannabis kann bei jungen Menschen Schlafprobleme verursachen

Die Verwendung von Cannabis – insbesondere vor dem 15. Lebensjahr – kann im Erwachsenenalter zu Schlafproblemen führen. Dies ergab eine Studie von 2014, die Befragungsdaten von 1.811 Teilnehmern mit einer Anwendungsgeschichte entnommen hat. Das Schlüsselwort dort ist “kann” – die Studie konnte nicht feststellen, ob Cannabis den Schlaf verschlimmert oder ob Schlaflose Cannabis eher wegen seiner sedativen Wirkung verwenden. Weitere Studien sind notwendig, um einen kausalen Zusammenhang zu bestätigen.